EINLEITUNG
Welche Themen 2026 strategisch von Bedeutung sind


Der diesjährige Trend Report beleuchtet mehrere Trends in der Supply Chain und Logistik, die die Branche in den kommenden Jahren verändern werden.
Lesen Sie den Bericht und erfahren Sie, warum Automatisierung, Echtzeit-Einblicke und Zusammenarbeit für Unternehmen wichtiger denn je sind, um sich vorzubereiten und effektiv zu reagieren.

Die KI-Angstzone Digitalisierung jenseits der Oberfläche

Die Königsdisziplin Vertrauen und Verlässlichkeit durch Transparenz

Der Attraktivitätsfaktor Spediteur-Bindung 2.0
Der Branchenexperte Thomas Kistner, Trusted Advisor und Gründer der BRICKLOG-Gruppe, hat anhand von Erkenntnissen aus exklusiven Interviews mit Branchenführern und Kunden von Transporeon eine Trendanalyse zur Entwicklung der Branche zusammengestellt.

Erfahren Sie hier, was Unternehmen wie Wuppermann Stahl GmbH, Carl Kühne KG, Mercer Torgau GmbH & Co.KG und Noerpel SE über die neuesten Trends zu sagen haben.
Das Jahr 2026 markiert einen historischen Wendepunkt. Künstliche Intelligenz verlässt endgültig den experimentellen Raum und wird zur operativ wirksamen Kraft in der Logistik. Während die technologischen Möglichkeiten exponentiell wachsen, stehen viele Entscheider vor einem Paradoxon: Noch nie standen so viele Daten und Tools zur Verfügung – und noch nie war es schwieriger, daraus klare, belastbare Strategien abzuleiten.
Ein Trend Report ist nur so wertvoll wie die Praxistauglichkeit seiner Thesen. Um sicherzustellen, dass die hier beschriebenen Strategien für 2026 keine bloßen Elfenbeinturm-Szenarien sind, haben wir den Dialog mit denjenigen gesucht, die die Branche prägen.

Andreas Kersch · Geschäftsführer · Wuppermann Stahl GmbH
Wuppermann ist ein traditionsreiches Familienunternehmen und Innovationsführer in der Stahlveredelung, spezialisiert auf Korrosionsschutz. Als Zulieferer bedient die Gruppe Branchen wie Automotive, Bau, Solar und Maschinenbau. Mit rund 800 Mitarbeitenden betreibt Wuppermann fünf europäische Werke in den Niederlanden, Polen, Ungarn und Österreich.

Klaus Falinski · Logistics Director · Carl Kühne KG (GmbH & Co.)
Carl Kühne ist ein führendes Familienunternehmen der Lebensmittelindustrie und zählt europaweit zu den größten Herstellern von Essig, Gurken und Senf. Das Hamburger Traditionsunternehmen beliefert den Einzelhandel, die Gastronomie sowie die Industrie. Mit Standorten im In- und Ausland exportiert Kühne seine Produkte in über 50 Länder.

Dr. Christian Tummel · Director Direct Load & Digital Transformation · Noerpel SE
Die 1881 gegründete Noerpel-Gruppe ist ein führender Logistikdienstleister in Süddeutschland. Das Ulmer Familienunternehmen bietet integrierte Lösungen in Transport, Kontraktlogistik, E-Commerce und Personal. An 31 Standorten in der DACH-Region bewegen rund 3.700 Beschäftigte jährlich etwa 5,3 Millionen Sendungen für ihre Kunden.

Alexander Worms · Leiter Transportlogistik · Mercer Torgau GmbH & Co. KG
Mercer Torgau ist ein führendes Holzbearbeitungsunternehmen und Europas größter Produzent von Europaletten mit täglich bis zu 50.000 Stück. Der hochautomatisierte Standort deckt die Kette vom Sägewerk bis zum Bio-Brennstoff ab. Seit 2022 gehört das Unternehmen mit über 800 Mitarbeitern zur weltweit agierenden Mercer International Inc.
Das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt für den Logistiksektor in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region). Die Logistikbranche hat den Zustand permanenter Ad-hoc-Reaktion verlassen. Resilienz wird spätestens seit Covid nicht länger als Nebenprodukt verstanden, sondern als bewusst gestaltete Systemeigenschaft.
Erfolgreiche Unternehmen verankern Volatilität, geopolitische Risiken und regulatorische Anforderungen in ihrem Netzwerkdesign.
Der Fokus verschiebt sich von reiner Kosteneffizienz hin zu Reaktionsgeschwindigkeit, Versorgungssicherheit und der Steuerbarkeit komplexer Netzwerke. Effizienz bleibt relevant, ist jedoch der Systemstabilität untergeordnet.
2026 steht nicht für ein weiteres Krisenjahr, sondern für den Übergang in eine Phase gestaltbarer, datengetriebener und zunehmend autonomer Logistiksysteme. Es markiert für den Mittelstand in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Phase der operativen Beschleunigung.

Während Großkonzerne die letzten Jahre für Pilotprojekte nutzten, stehen mittelständische Unternehmen nun vor der entscheidenden Herausforderung, die KI-Angstzone zu verlassen. In einem Umfeld aus geopolitischer Volatilität, demografischem Wandel und massivem regulatorischem Druck ist technologische Resilienz kein Luxusgut mehr, sondern eine Überlebensstrategie.
Dieser Report zeigt, wie Digitalisierung und eine neue Form der Mensch-Maschine-Kollaboration nachhaltige Wettbewerbsvorteile schaffen, die weit über reine Kosteneinsparungen hinausgehen.